Katholisches Klinikum Mainz
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Entspannende Wanderungen in Rheinland-Pfalz

Flora und Fauna entdecken

Auf den warmen Schieferfelsen der Weinberge am Mittelrhein sonnt sich die Smaragdeidechse, während hoch über dem Tal der imposante Rotmilan seine Kreise zieht. Der Tanz des Apollofalters begleitet so manchen Wanderer an den Hängen der Mosel. 

Die mageren Wiesen der Mittelgebirge sind Lebensraum für wilde Orchideen. Sie recken ihre zarten Köpfe empor und mahnen den Wanderer zur Vorsicht: „Pass auf, wo Du hintrittst!“ Entspannt wandern und die Natur genießen, ist hier angesagt.

 
 
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Im WanderWunder Rheinland-Pfalz gibt es elf Fernwanderwege. Mit dem Moselsteig steht der zwölfte kurz vor der Eröffnung. Zahlreiche Rund- und Kurztouren ergänzen das Wanderangebot, das auch zu Streifzügen zu den Besonderheiten der rheinland-pfälzischen Flora und Fauna einlädt.

Schmetterlinge, Wildkatzen und Wanderfalken am Soonwaldsteig

Wanderungen auf dem Soonwaldsteig sind geprägt von langen Strecken abseits der Zivilisation, mitten im Naturpark Soonwald-Nahe. Die zweite Etappe des Soonwaldsteigs führt zum Beispiel durch das urwüchsige Hahnenbachtal, auch Schmetterlingstal genannt, weil dort im Sommer viele seltene Schmetterlinge zu sehen sind. Beim anschließenden Weg durch die Quarzitblockhalden stößt der Wanderer an warmen Tagen tatsächlich auch mal auf eine Wildkatze, die auf den Felsen in der Sonne döst. Auf dem als Naturdenkmal ausgewiesenen Langenstein, einer steil aus dem Laubwald aufragenden Felsnadel, wurde bereits ein Wanderfalkenpaar beim Brüten gesichtet. Infos zum Soonwaldsteig gibt es unter www.soonwaldsteig.deexterner Link.

Buchsbaum und Apollofalter am neuen Moselsteig

Mit 365 Kilometern und 22 Etappen erschließt der neue Moselsteig ab Sommer 2013 die Wein- und Kulturlandschaft zwischen Perl an der Obermosel und dem Deutschen Eck in Koblenz. Zahlreiche Besonderheiten der Flora und Fauna liegen am Wegesrand. So treffen die Wanderer zwischen Treis-Karden und Müden auf die größten wilden Buchsbaumbestände nördlich der Alpen. Diesen ist auch der bereits bestehende, vier Kilometer lange Buchsbaumwanderweg gewidmet.

In den sonnigen Weinbergen bei Cochem-Valwig lebt die weltweit größte zusammenhängende Population der Apollofalter, leicht zu erkennen an der weißlichen Färbung mit den zwei charakteristischen roten Augenflecken auf den Flügeln. Die Raupe des Apollofalters findet man oft auf der Weißen Fetthenne, einer bevorzugten Futterpflanze. Sie gehört zu den selten gewordenen Pflanzen, die an der Mosel zu finden sind, wie zum Beispiel auch der Blaue Lattich und die pinkfarbenen Fingerhüte. Der 7,5 Kilometer lange Apolloweg bei Valwig ist schon seit mehreren Jahren dem Apollofalter gewidmet. Infos zum Moselsteig gibt es unter www.mosellandtouristik.de.

Über Holzstege durch die Brücher: Hangmoore am Saar-Hunsrück-Steig

Direkt am Saar-Hunsrück-Steig liegen zwei Hangmoore, sogenannte Brücher. Sie sind Zeugnisse einer uralten Naturlandschaft, die sich in der Eiszeit an den Hängen der Hunsrückhöhen gebildet hat. So blicken der Ortelsbruch bei Morbach (Ende Etappe 10/Anfang Etappe 11) und der Weyrichsbruch bei Kell am See (Etappe 14) auf ein Alter von 9000 Jahren zurück. Beide Brücher sind über Holzstege begehbar: So können Wanderer die besondere Vegetation mit Torfmoosen, Moorbirken und Wollgräsern trockenen Fußes aus der Nähe betrachten. Infos gibt es unter www.saar-hunsrueck-steig.de.

Über die Traumschleife Panoramaweg zu den wilden Orchideen

Ihren Namen verdankt die 8,3 Kilometer lange Traumschleife Panoramaweg Perl den wunderbaren Aussichten in das Moseltal, nach Luxemburg und Frankreich. Zudem führt der Weg durch das grenzüberschreitende Naturschutzgebiet "Hammelsberg" mit seinen wilden, im Frühsommer blühenden Orchideen, entlang von Streuobstwiesen und über urige Pfade. Infos gibt es unter www.saar-hunsrueck-steig.de.

Führungen zu Flora und Fauna am Romantischen Rhein

Wer mehr über die farbenfrohe Smaragdeidechse, die Bopparder Schleifenblume und weitere Besonderheiten der Flora und Fauna am Mittelrhein erfahren möchte, der kann an einer der zahlreichen Führungen der Welterbe Gästeführer teilnehmen. So geht es zum Beispiel am 2. Juni vom Heideparkplatz Langscheid auf den Spuren der wilden Rose zur Ruine Stahlberg. Am 11. August führt eine Kräuterwanderung zwischen Oberwesel und St. Goar zu Vater Rheins Bettkantenkräutern. Rund um Hildegard, Kräuter und Wein dreht sich eine Führung am 13. Oktober mit Start in Bingen. Eine Übersicht über alle Führungen gibt es unter www.gaestefuehrer-mittelrhein.de.

 
 
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